Das Theater von Wohlen

Ergebnisse

Mannschaft1st2nd3rdPIMTSpielausgang
FiGö Indians130104Loss
HPE131105Win

ACHTUNG: Der nachstehende Text ist nicht ganz ernst zu nehmen. Personen welche aufgrund dessen Magengeschwüre heraufbeschwören oder sich nicht mehr dem Arbeitsalltag widmen können, lassen das lesen lieber sein.

su. Am gewohnt späten Sonntag Abend besuchte man das Theater im Kolosseum in Wohlen eingeladen. Die Gastgeber waren die FiGö Indians. Die Vorführung sollte es in sich haben, wie es im Buch steht. Der angemeldete Sturm interessierte niemanden, denn die neue Halle war ja schliesslich überdeckt. Kennt Ihr noch den alten Bärengraben im Tierpark? In etwa so fühlt man sich als Spieler auf dem Spielfeld. Die Anfahrt ist immer noch gleich abenteuerlich, teils via Stadt, von der anderen Seite her via Hintereingang… Das Kaffee im Bistro, umhüllt in einer Wolke von Fäkalien-Geschmack. Dann waren sich die Hockeyplöischler Escholzmatt bewusst, dass Sie für das Spiel die weissen Retro- Shirts benötigten. Nur diese hatten eben keine Lust auf einen sonnabendlichen Ausflug. Ja no, Coach Marcel Tanner wusste sich zu helfen. Die treue Seele, Max Gisler, von den Full Flash Rangers in Wohlen, half gerne mit seinen weissen Auswärtstrikots aus. Vielen Dank, Max! Ein Telefon zwischen den Coaches und Max war bereits unterwegs. Schön, dass es gut gesinnte Mannschaften gibt. Somit war die Kleidergarderobe bereitgestellt, in den Farben eines Aargauers Derbys. Wie sich nach der Aufführung herausstellte, gefiel der Auftritt optisch nicht allen gleich gut… (Uns gefiel er super!) Wie früher darf man sich auch heute noch in der nicht abschliessbaren, öffentlichen Garderobe umziehen, schminken und bereit für den Auftritt machen. Kaum war die Maske aufgesetzt und wollte man sich neben der Bühne bereitstellen, musste man das rückwärtige noch tauschen. Nicht allen Akteuren war die Bankseite egal…. Noch während dem Einsingen musste man feststellen, dass die Hauptbühne noch nicht bereit war. Das Bühnenbild war nicht komplett, eine ganze Scheibe fehlte. Na gut, dann nochmals in die warme Garderobe, das «Vater Unser» beten, damit man nicht nochmals anreisen muss und sich gedanklich nochmals jeder sein Solo durchgehen, damit vor der grossen Zuschauertribüne, während der Inszenierung, auch nichts schiefgeht. Genaue Beobachter stellten fest, dass die Bühnenschieber mit grossem Einsatz die Reparaturarbeiten angingen. Besten Dank an dieser Stelle für die Bemühungen.

Mit einer guten halben Stunde Verspätung durfte man das geprobte doch noch der Allgemeinheit präsentieren. An eine zügige Vorführung konnte leider nicht gedacht werden. Dies lag aber nicht daran, dass Zuschauer Würste und Lollipops auf das Spielfeld warfen, sondern dass sich andere Teilnehmer profilierten und die Aufführung äusserst schwerfällig über die Bühne ging. Zwischendurch sahen die Zuschauer doch um was es sich bei der gezeigten Performance handelt, handkehrum mussten Sie sich wohl die Augen reiben oder besser verschliessen. Die grössten und besten Schauspieler waren auch die bestverkleideten mit den schönsten Masken. Das geübte wurde nun aber durchgezogen, wie geplant mit zwei Pausen zwischen den drei Akten. Zwischendurch konnten die Protagonisten mit den Gästen auch einen Schwatz abhalten, Zeit dafür war auf der sogenannten Strafbank.  Die Verkleidung der Gäste war so gut, dass es bis zum Start des letzten Drittels dauerte, bis jeder Spieler erkannt und zur Rechenschaft gezogen wurde. Souffleur Tanner versuchte, wie gewohnt, mit stoischer Ruhe das gezeigte hinzunehmen, explodierte aber dann doch zwischendurch über die verpassten Einsätze und vergessenen Aufgaben gewisser Beteiligten. Und als Schlussbouquet nach der Vorführung musste sich dann noch ein Aargauer Schauspieler bei den beiden Souffleuren Tanner und Welker lauthals beschweren über den Ausgang des ganzen Theaters. Scheinbar passt das Drehbuch über das ganz Jahr hin nicht… Der Frust über die knappe Niederlage musste dann doch noch ein Ventil finden oder er hatte sich während der Darbietung einfach zu wenig verausgabt. Aber man darf erwarten, dass sich der Captain in der kommenden Saison mit grosser Wahrscheinlichkeit für ein beliebtes (man bekommt keine Gage) Amt bei der Leitung der saisonalen Durchführung des Cup’s meldet.

Keine Uhrzeigerdrehung vor Mitternacht durfte man so das verdiente Bier in der Garderobe geniessen. Und gewöhnlich sind die arg erkämpften Siege die schönsten zum Feiern und man geht auch nach kurzer Erholungspause mit einem besonders guten Gefühl zur Arbeit. Aushilfs- Trikot- Spender Max Gisler tat sich das Schauspiel übrigens die ganze Zeit an, vermutlich mit einem Grinsen auf den Stockzähnen. Es war uns eine Ehre mit den Trikots die drei Punkte einzufahren.

Ach, Sie haben in den salbenden Worten kein Resultat erkannt? Stimmt, das habe ich in der Euphorie fast vergessen. Die Hockeyplöischler Escholzmatt gewannen den Krimi mit 4:5 durch Tore von Stephan Uhr, Thomas Bachmann (2x), Stefan Bachmann und Matchwinner Riccardo Wallimann (Er wollte unbedingt so erwähnt werden, sozusagen passend zum Abend ein «Künstlername»)

Das nächste Spiel findet am SO, 24.02., 16:45 in Sursee gegen Reidermoos statt. Es würde uns freuen, wiederum möglichst viele Zuschauer begrüssen zu können.

FiGö Indians

G A PIM
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