1:4 (1:1 / 0:1 / 0:2)
Unser erstes Spiel der Saison 2025/26 war gleichzeitig auch das erste Heimspiel – und dazu noch an Halloween. Die Ansprache unseres Headcoaches Oliver Welker war eindeutig: Mit viel Power und zwei starken Linien wollten wir dem HC Baar 88 die Stirn bieten. Mit den Klängen von Hells Bells stimmten wir uns auf das Spiel ein. Dabei fielen Worte wie: „Miteinander reden auf dem Eis“, „den Puck laufen lassen“ und „Freude an unserem Hobby haben, das wir monatelang nicht ausüben konnten“.
Ganz wichtig war uns auch, das erste Drittel nicht zu verschlafen.
Bereits in den ersten 20 Minuten ging nach dem Puck-Drop die Post ab. Dave Steffen, der neu die Position des Centers in der ersten Linie übernommen hat, hatte schon nach rund 20 Sekunden eine aussichtsreiche Torchance. Nur zwei Minuten später hatte unser Captain eine weitere brandgefährliche Möglichkeit, das erste Tor der Saison zu erzielen.
Das Warten dauerte zum Glück nicht lange: In der 8. Spielminute (12:12 auf der Uhr) traf Dave, perfekt im Slot positioniert, zum 1:0 für HPE. Baar hatte in den ersten zehn Minuten kaum eine Chance. Die Scheibe zirkulierte – genau so, wie wir es uns vorgenommen und im Trainingslager geübt hatten. Ein großes Lob an dieser Stelle vom Verfasser dieses Matchberichts! In der zweiten Hälfte des ersten Drittels kam Baar besser ins Spiel. HPE nahm etwas Tempo heraus, was drei Minuten vor der Pause zum Ausgleich führte.
Mit dem 1:1 ging es schliesslich in die erste Drittelspause.
Das zweite Drittel startete mit viel Druck durch Baar. Die erste Strafe für uns – gegen Marco Falleger wegen Hakens – wurde ausgesprochen. Dank zwei sehenswerten Paraden unseres Torhüters Slavo blieb es beim Unentschieden. In der 24. Minute holten wir einen Penalty heraus, den Riccardo Wallimann leider nicht verwerten konnte. Der HC Baar 88 atmete tief durch – und nur knapp zwei Minuten später gingen sie mit 1:2 in Führung. In der 30. Minute musste Lukas Wallimann wegen eines Beinstellens auf die Strafbank. Dank gutem Zusammenhalt konnten wir diese Unterzahlsituation ohne weiteren Gegentreffer überstehen. Das Spiel nahm nochmals an Fahrt auf – beide Teams hatten deutlich sichtbare Druckphasen. Wir versuchten, die Scheibe wie im ersten Drittel laufen zu lassen, waren aber zu wenig konsequent, und viele Pässe kamen zu ungenau am Spieler an. Eine Minute vor Drittelsende erhielten wir unser erstes Powerplay, das wir jedoch nicht nutzen konnten. Mit 1:2 ging es in die zweite Pause.

Noch einmal wurden die Energiereserven so gut wie möglich aufgeladen. Wir wollten dieses Heimspiel unbedingt gewinnen und mit drei Punkten in die Saison starten – so lautete die Ansprache des Headcoaches. Wir waren auf Augenhöhe und lagen nur mit einem Tor zurück.In den ersten fünf Minuten des dritten Drittels konnten wir das Tempo hochhalten, doch der erhoffte Ausgleichstreffer wollte (noch) nicht fallen. Baar drückte zunehmend aufs Gaspedal – und in der 45. Minute fiel das nächste Tor zum 1:3.Dieser Dämpfer musste erst verdaut werden. In der vergangenen Saison hatten wir nach Rückschlägen oft Mühe, wieder ins Spiel zu finden. Doch diesmal wollten wir es besser machen – neue Saison, neue Energie! Rund 13 Minuten vor Schluss kamen die Plöischler wieder in Schwung: Riccardo Wallimann konnte allein auf den Torhüter zulaufen, scheiterte jedoch knapp. Aber genau so ein Befreiungsschlag tat uns gut. Baar spürte unseren Druck – und kurz darauf erhielt der HCB 88 eine Strafe wegen zu vieler Spieler auf dem Eis. Nur zwei Minuten später folgte eine weitere Strafe (Beinstellen), und wir spielten erneut Powerplay. Headcoach Oliver Welker nahm ein Timeout und gab die klare Ansage: „Lasst die Scheibe laufen – wir sind einer mehr auf dem Eis!“ Die Plöischler drückten mit voller Kraft, doch das Tor blieb aus.
In der 57. Spielminute erzielte Baar nach einem Konter das 1:4, der Puck rutschte unserem Torhüter unglücklich zwischen den Beinen hindurch. Dieses Resultat war gleichzeitig der Endstand.
Natürlich nicht das Ergebnis, das wir uns gewünscht hatten – dennoch konnten wir gute Akzente setzen, vor allem im ersten Drittel, das ganz klar uns gehörte. Dieses Gefühl nehmen wir nun mit ins nächste Spiel: Black Stars – HPE, am kommenden Sonntag, 9. November, um 15:15 Uhr in Luzern.
Für Escholzmatt spielten:
Holoska Slavomir, Zihlmann Roland, Bachmann Thomas, Bachmann Stefan, Fallegger Marco, Kaufmann Julian, Zemp Lukas, Steffen Dave, Kraft Mike, Wallimann Lukas, Indermühle Simon, Wallimann Riccardo, Meier Roman, Käser Pascal, Meier Oliver, Allemann Thomas
Coach: Welker Oliver
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